PROJEKTE: "ENGELJIES"


Der Begriff "Engeltjies" stammt aus dem Afrikaans und bedeutet übersetzt "kleine Engel". Und ich habe das Glück gehabt, einen "Engel" kennenlernen zu dürfen. Ihr Name ist Lore Bohm. Die ehemalige Gymnasialpädagogin (jetzt im Ruhestand) hat sich zur Aufgabe gemacht, Kindern in Namibia zu helfen. Mit viel Willenskraft und Engagement hat sie es bisher geschafft, drei Kindergärten für schwarze Kinder zu eröffnen. Es ist ein rein privates Projekt, das bisher keine offizielle Unterstützung erhält.

Lore Bohm kümmert sich um das Wohl der Kinder, die ärztliche Versorgung, Bekleidung, schulische Unterbringung, und das alles mit ganz viel Herz und Einsatz. Bis vor kurzem besaß sie noch nicht mal ein Auto, um zu ihren betreuenden Kindern und deren Familien zu kommen. Sie legte die Strecken zu Fuß zurück. Ungeschützt vor Angriffen und Bedrohungen. Beim Treffen mit Lore war mir sofort klar, diese Frau schaut stets nach vorne, mit großer Hoffnung und körperlichem Einsatz auf Besserung für die schwarze Bevölkerung. Denn besonders diese ist betroffen, trotz der schwarzen Regierung.

Viele Familien leben auf Grund der hohen Arbeitslosigkeit von der Einheitsrente eines Familienmitgliedes (Stand 2007: rund 35 Euro). Hiervon müssen meist fünf Menschen leben. Viele Kinder hungern am Wochenende und erhalten nur im Kindergarten regelmäßig Essen. Einfach unfassbar! Wo bleiben nur die Gelder, die von den zahlreichen Regierungen gegen Armut und Hungersnot zur Verfügung gestellt werden?

Die "Elton hilft"-Stiftung will nicht nur fragen und abwarten, wir wollen und werden helfen. Für die Unterbringung einer Kindergärtnerin und ihrer eigenen Kinder durften wir schon helfen. Seit März wohnt diese nicht mehr in einer aus Holzpaletten zusammen gesetzte Hütte, sondern es wurde ein Steinhaus gebaut. Ich möchte weiterhin mit Lore Bohm und ihren fleißigen Helfern in enger Verbindung bleiben und helfen, wenn ich helfen darf.